Zwei Männer sitzen auf Stuhl. Daneben ist Angeleqipment. E-Bikes im Vordergrund.

Zum Angeln mit dem Fahrrad: So gelingt der Transport mit Lasten-E-Bike & Co.

Angeln bedeutet, der Natur ganz nah zu sein – daher sind Parkplätze an den schönsten Angelstellen oft Mangelware. Mit dem Fahrrad vermeidest du lange Fußwege mit Angelausrüstung im Schlepptau und fährst direkt bis ans Ufer. Wir zeigen dir drei Optionen für den sicheren Transport von Klappstuhl, Angel & Co. mit dem Elektrofahrrad – von der Angeltasche über Fahrradanhänger bis hin zum Lasten-E-Bike.

Zwei Männer angeln am See. E-Bikes im Vordergrund.

Zum Angeln mit dem Fahrrad: Das erwartet dich in unserem Ratgeber

Darum lohnt sich ein Angelausflug mit dem E-Bike

Was wäre das Angeln ohne die Natur? Beim leisen Plätschern des Wassers finden Angler Ruhe und Entspannung. Um das Naturerlebnis perfekt zu machen, bietet sich eine An- und Abreise mit dem Fahrrad an. Im Gegensatz zum PKW hat das Fahrrad einige Vorteile:

  • Die Fahrt an der frischen Luft rundet das Naturerlebnis optimal ab.
  • Du kannst entlegene Stellen an Flüssen oder Seen problemlos erreichen, auch wenn kein Parkplatz in der Nähe ist. Mit dem Fahrrad fährst du direkt bis ans Ufer und vermeidest lästige Parkplatzsuchen. Mit dem richtigen Fahrradtyp ist auch unwegsames Gelände kein Problem.
  • Du sparst dir lange Fußwege vom Parkplatz zur Angelstelle, bei denen du auch noch die gesamte Angelausrüstung mitschleppen musst.
  • Wenn du mit dem Fahrrad zum Angeln fährst, kannst du schnell zwischen mehreren Angelstellen wechseln. Das ist zum Beispiel beim Spinnfischen (Raubfischangeln) von Vorteil. Anstatt erst zurück zum Auto zu laufen, packst du einfach dein Equipment zusammen und startest zur nächsten Stelle.

Zusätzlich lohnt es sich, wenn du mit einem E-Bike zum Angeln fährst:

  • Du musst das Gewicht der Angelausrüstung nicht mit eigener Kraft befördern und kannst den E-Antrieb die Arbeit machen lassen.
  • Du überwindest Steigungen im hügeligen Gelände mit Leichtigkeit.
  • Auch weiter entfernte Gewässer sind keine Hürde, denn mit dem E-Bike legst du große Entfernungen in kurzer Zeit zurück.

Wichtig ist, dass dein bevorzugtes Angelgewässer gut über Radwege erreichbar ist. Prüfe also im Vorfeld, welche Wege du nutzen kannst. Gängige Touren-Apps wie outdooractive oder komoot können dir dabei helfen. Wenn dein Ziel in einem Naturschutzgebiet liegt, kann es spezifische Regeln zur Nutzung von Fahrrädern und E-Bikes geben. Informiere dich daher vor deinem Angelausflug über mögliche Verbote, Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Ähnliches.

Lese-Tipp: In unserem Magazin geben wir dir hilfreiche Tipps zur E-Bike-Geschwindigkeit und den allgemein geltenden Vorschriften in Deutschland.

Zwei Männer angeln im Sitzen. E-Bikes stehen dahinter.

Transport von Angel & Co. auf dem Elektrofahrrad

Wenn du Angelrute & Co. mit dem Fahrrad transportierst, hast du zahlreiche Vorteile. Es gibt allerdings einen Haken: Auf zwei Rädern ist der Platz sehr beschränkt. Mit dem richtigen Transportmittel kannst du deine Ausrüstung trotzdem sicher transportieren – mögliche Optionen fürs Angeln sind Fahrradanhänger, Angeltaschen oder Lasten-E-Bikes.

Dauer des Angeltrips

Welche Lösung die Richtige für dich ist, lässt sich nicht pauschal sagen. In erster Linie kommt es darauf an, wie lange dein Angelausflug geht und wie viel Equipment du benötigst: Kürzere Angeltrips lassen sich in der Regel gut mit dem Fahrrad oder E-Bike bewerkstelligen. Karpfenangler dagegen, die zum mehrtägigen Nachtangeln aufbrechen, benötigen neben der Angelausrüstung auch Zelt, Schlafsack und Verpflegung – sie stoßen ohne PKW schnell an ihre Grenzen.

Auf sperrige Gegenstände achten

Problematisch können vor allem sperrige Gegenstände, wie Campingstuhl oder Kescher, sein. Wenn du regelmäßig mit dem Fahrrad zum Angeln fahren willst, achte bereits beim Kauf darauf, Modelle zu wählen, die sich zusammenklappen oder anderweitig in der Größe reduzieren lassen.

Wichtig: Mit dem E-Bike bist du bei deinem Angelausflug Wind und Wetter ausgesetzt. Anders als beim PKW, kannst du dich bei einem Regenschauer nicht ins Trockene zurückziehen. Mit der richtigen Regenkleidung und einer Schutzhülle für dein E-Bike ist der Regen kein Problem. Erfahre in unserem Magazin, was du bei E-Bikes und Regen beachten musst und wie du nach schlechtem Wetter dein E-Bike reinigst . Wir informieren dich außerdem, wie du deinen E-Bike-Akku bei Hitze und sommerlichen Temperaturen schützen kannst.

Mit dem Fahrrad zum Angeln: Transportmittel im Vergleich

Welches Transportmittel sich am besten für deinen Angelausflug eignet, hängt von verschiedenen Fragen ab:

  • Wie ist das Gelände, das du durchfahren musst?
  • Wie lange dauert dein Angelausflug?
  • Wie viel Equipment muss mit?
  • Wie viel Geld willst du für das Transportmittel ausgeben?

Wir nehmen drei Transportmöglichkeiten unter die Lupe: Angeltaschen, Fahrradanhänger fürs Angeln und Lasten-E-Bikes. Dabei zeigen wir dir jeweils Vor- und Nachteile, sodass du für dich die beste Wahl treffen kannst.

Angeltaschen fürs Fahrrad

Angeltaschen für das Fahrrad sind das Mittel der Wahl, wenn du nur wenig Ausrüstung transportieren musst. Vor allem beim Spinnfischen oder für andere ausrüstungsarme Angelarten können Taschen am Fahrrad eine gute Lösung sein.

Für Fahrräder und E-Bikes eignen sich vor allem Gepäckträgertaschen und Angelrucksäcke. In den Gepäckträgertaschen findet kleinteiliges Zubehör Platz – dazu gehören zum Beispiel die Köderkiste, eine Regenjacke und etwas Verpflegung. Ein Angelrucksack bietet sich für das längliche Equipment an – je nach Länge kannst du hier Angelruten und Kescher verstauen. Wichtig: Der Rucksack sollte fest auf dem Rücken sitzen und dich beim Fahren nicht behindern. Alternativ gibt es auch spezielle Rutenhalter, mit denen du die Angel am Fahrrad befestigen kannst. Zu guter Letzt fehlt noch ein kleiner Campingstuhl – diesen kannst du je nach Größe zum Beispiel in einer der Taschen verstauen.

Achte beim Kauf von Angeltaschen und -rucksäcken auf die folgenden Punkte:

  • Das Material sollte wasserabweisend und die Tasche leicht sein.
  • Es sollten einzelne Fächer enthalten sein, in denen du kleineres Equipment verstauen kannst.
  • Die Größe und Art der Angeltasche sollte auf deine Bedürfnisse abgestimmt sein – grundsätzlich ist beim Fahrradtransport von zu großen Taschen abzuraten.

Der Vorteil von Angeltaschen am Fahrrad liegt darin, dass sie kostengünstig sind. Außerdem sind Angler beim Fahren nur minimal im Bewegungsraum eingeschränkt. Sie fahren mit ihrem normalen Rad – ohne massive Überbreiten oder zusätzliche Anhänger. Der große Nachteil: Angeltaschen bieten nur wenig Platz. Bei dieser Variante müssen sich Angler auf das absolute Minimum an Equipment beschränken. Außerdem können schwere Fahrradtaschen den Rahmen deines Bikes belasten.

Gut zu wissen: Auf deinem Angelausflug darf das ein oder andere Bier nicht fehlen? Vorsicht: Auch für E-Biker und Radfahrer gelten Promillegrenzen – mehr zu den Vorschriften erfährst du in unserem Magazin.

Fahrradanhänger fürs Angeln

Fahrradanhänger sind für Angler eine gute Lösung, die viel Equipment transportieren und ihre Ausgaben möglichst geringhalten möchten. Der Anhänger wird in der Regel an der Hinterachse mithilfe einer Anhängerkupplung befestigt – du ziehst ihn also mit dem Fahrrad hinter dir her.

Der Vorteil von Fahrradanhängern liegt insbesondere im Preis. Im Verhältnis zu E-Lastenrädern sind sie kostengünstiger. Außerdem können sie an verschiedenen Fahrrädern oder E-Bikes montiert und somit flexibel genutzt werden. Wichtig: Nicht jedes Fahrrad ist für die Montage eines Anhängers geeignet.

Allerdings bringen Fahrradanhänger zum Angeln auch einige Schwierigkeiten mit sich:

  • Die maximale Nutzlast von Anhängern liegt häufig bei 45 Kilogramm. Beachte: Auch das Zuladungsgewicht deines Fahrrads ist entscheidend. Häufig setzt dieses – und nicht die Nutzlast des Anhängers – der Beladung eine Grenze. Hast du zu viel Gewicht am Fahrrad, kann das im schlimmsten Fall zum Rahmenbruch führen.
  • Mit einem Fahrradanhänger erhöhen sich die Breite und Länge des Fahrrads. Zusätzlich ist in Kurven der Wendekreis größer. Da du den Anhänger hinter dem Fahrrad hinterherziehst und ihn beim Fahren nicht siehst, kann besonders das Fahren in unwegsamem Gelände oder auf engen Wegen zu einer Herausforderung werden.
  • Steigungen sind aus zwei Gründen problematisch: Zum einen ziehst du das gesamte Gewicht mit eigener Kraft bergauf – sofern du den Anhänger nicht mit einem E-Bike verbunden hast. Zum anderen gestaltet sich das Handling bergab als knifflig – der Grund: Du musst das Gewicht des Anhängers beim Bremsen mit abfedern.

Angeltrip mit Lasten-E-Bike

Das E-Lastenrad eignet sich vor allem für Angler, die regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs sind und viel Equipment transportieren wollen. Lasten-E-Bikes bieten besonders viel Stauraum – dadurch können sogar Ansitzangler auf längeren Ausflügen bequem ihre Ausrüstung transportieren.

Grundsätzlich gibt es Lasten-E-Bikes mit zwei oder drei Rädern:

  • Die zweirädrigen Modelle kommen dem Fahrgefühl vom normalen Fahrrad recht nahe und sind in der Regel nicht wesentlich breiter. Dafür muss das gesamte Gewicht auf zwei Rädern ausbalanciert werden.
  • Modelle mit drei Rädern sind standfester und können mehr Ladung transportieren. Allerdings weicht das Fahrgefühl stark vom normalen Fahrrad ab und das Bike kann unter Umständen in einer Kurve umkippen. Die E-Lastenräder mit drei Rädern sind außerdem sehr breit und weniger für Engstellen geeignet.

Unwegsames Gelände ist prinzipiell mit einem zweirädrigen Lasten-E-Bike besser zu bewältigen. Sie sind leichter, schmaler und agiler – das kann sich auf dem Weg zum naturnahen Angelgewässer auszahlen.

Der Vorteil von Lasten-E-Bikes liegt darin, dass das zusätzliche Gewicht in der Regel vor dem Lenker liegt und vom Fahrer einsehbar ist – das macht das Handling einfacher und die Bewegung agiler. E-Lastenräder können auf dem Weg zum Angeln besonders schwere Lasten tragen. Je nach Modell unterscheiden sich die Maximallasten – für einige sind ungefähr 80 Kilogramm, für andere mehr als 100 Kilogramm zulässig. Häufig ist der E-Antrieb bei Lastenrädern automatisch eingebaut, sodass auch hüglige Umgebungen kein Problem sind.

Es gibt es auch Nachteile, wenn du ein E-Lastenrad für deine Angelausflüge nutzen möchtest. Sie sind im Vergleich zu den anderen Varianten kostspieliger – die Anschaffung lohnt sich also vor allem, wenn du das Bike regelmäßig nutzt und im Idealfall auch andere Wege abseits des Angelns damit erledigen kannst. E-Lastenräder sind in der Regel schwerer, länger und breiter als normale Fahrräder – wenn du also sehr enge Wege nutzen musst, um zu deinem Angelplatz zu gelangen, dann ist das Lasten-E-Bike eher nicht die beste Wahl.

Unser Tipp: Du möchtest dir ein E-Lastenrad zulegen? Dann erfahre in unserem Magazin, wie du dein E-Bike finanzieren kannst und welche Fördermöglichkeiten es für Räder mit E-Antrieb gibt.

Angeln mit Fahrrad: Das darf nicht fehlen

Es ist egal, ob du dich für eine Angeltasche, einen Fahrradanhänger oder ein Lasten-E-Bike entscheidest – es lohnt sich, mit dem Fahrrad zum Angeln zu fahren. Damit du auf deinem nächsten Angelausflug nichts vergisst, haben wir dir eine Checkliste mit der wichtigsten Grundausstattung zusammengestellt.

Hinweis: Je nach Zielfisch kann weitere Ausrüstung nötig sein – die hier aufgezählten Gegenstände sind als eine universelle Basis-Ausstattung zu betrachten.

  • Angelrute mit Rolle und Schnur
  • Köderbox mit Ködern und Ködernadel
  • Angelhaken, Hakenlöser und Rachensperre
  • Unterfangkescher
  • Messer und Fischbetäuber
  • Maßband
  • Campingstuhl oder andere Sitzgelegenheit
  • bei Bedarf: Rutenhalter und Bissanzeiger
  • weiteres Zubehör: Zum Beispiel Wirbel, Stopper, Perlen, Schwimmer/Posen, Blei etc.
  • außerdem hilfreich: Kopflampe, Mülltüte, Kühltasche für den Fang
  • Vergiss nicht deinen Angelschein, denn in Deutschland ist das Angeln ohne einen gültigen Fischereischein verboten. Außerdem benötigst du einen Fischereierlaubnisschein (auch Angelkarte) für das Gewässer, an dem du angeln willst.
  • Packe einige Fahrradwerkzeuge für unterwegs ein. Wenn etwas kaputt geht, kannst du kleinere Reparaturen selbst vornehmen.

Hast du Ausrüstung, Angel & Co. sicher am Elektrofahrrad verstaut? Dann kann es losgehen. Wir wünschen dir viel Freude und „Petri Heil!“.

Schau gern in unserem Magazin vorbei und erfahre Wissenswertes rund um E-Bikes. Wir informieren dich zum Beispiel, welche E-Bike-Beleuchtung du benötigst und was es in Bezug auf die Helmpflicht bei E-Bikes zu beachten gibt. Falls du noch auf der Suche nach einem E-Bike bist, dann hilft dir unser E-Bike-Finder , das passende Modell für dich zu finden.