Motor Brose Detailaufnahmen.

Welcher E-Bike-Motor ist der Beste für dich? Tipps & Vergleich

Frontmotor oder Mittelmotor? Klassisch oder Minimal Assist? Wir verraten dir, auf was du bei der Motor-Auswahl achten musst, und erklären dir wichtige Antriebs-Begriffe, von Drehmoment bis Nennleistung. Finde jetzt deinen perfekten E-Bike-Motor.

E-Bike vor Graffiti Wand.

Welcher E-Bike-Motor ist der Beste: Das erwartet dich in unserem Ratgeber

Tabbelle E-Bike WEerte Antrieb Alluminium.

Das musst du wissen: Begriffe rund um den E-Bike-Motor

Wenn du auf der Suche nach einem neuen E-Bike samt Motor bist, dann musst du dich zuallererst durch die technischen Daten kämpfen. Sie geben dir Aufschluss darüber, welche Leistung der E-Bike-Motor hat, und helfen dir dabei, den passenden Antrieb zu finden. Damit du die Angaben besser einordnen kannst, erklären wir dir die wichtigsten E-Bike-Motor-Begriffe:

  • Drehmoment: Wird in Newtonmeter (Nm) angegeben und beschreibt die Kraft des E-Bike-Motors. Es setzt sich aus der Tretkraft und dem Hebelarm des Bikes zusammen. Je mehr Nm der E-Bike-Motor hat, desto schneller kann er beschleunigen und desto stärker unterstützt er. Ein höheres Drehmoment ist wichtig, wenn du vor allem im bergigen Gelände unterwegs bist und oft beschleunigen musst. Als Richtwert für ein City-E-Bike gelten 50 Nm und für ein E-MTB bis zu 80 Nm.
  • Maximale Unterstützung: Wird in Prozent angegeben. Je höher sie liegt, desto stärker kann der Motor Anschub liefern, was besonders bei Anstiegen oder unebenen Geländen wichtig ist.
  • Nennspannung: Wird in Volt angegeben. Ein Großteil der klassischen E-Bike-Motoren verfügt über eine Nennspannung von 36 Volt.
  • Nennleistung: Wird in Watt angegeben und steht für die maximale Spitzenleistung eines E-Bike-Motors. Meistens wird sie mit 250 Watt angegeben.
  • Gehäuse: Die Gehäuse von E-Bike-Motoren werden aus unterschiedlichen Materialien angefertigt. Am meisten eingesetzt werden Magnesium oder Aluminium. Gehäuse aus Magnesium sind leichter und oftmals kleiner als Gehäuse aus Aluminium.
  • Schiebehilfe: Gibt an, ob und bis wie viel Kilometer pro Stunde eine Schiebehilfe existiert.
  • Gewicht: Die meisten E-Bike-Motoren wiegen zwischen zwei und vier Kilo. Tipp: Alles, was du ganz allgemein zum E-Bike-Gewicht wissen musst, verraten wir dir in unserem Magazin.

Beispiel: Die Tabelle zeigt die technischen Daten für die E-Bike-Mittelmotoren mit Aluminium-Gehäuse von Brose.

Frau sitzt auf Bank. Davor steht ein E-Bike.

Die verschiedenen E-Bike-Motoren – Vergleich von Platzierung & Leistung

Über welche Power ein E-Bike-Motor verfügt und wo er platziert ist, hat Einfluss auf die Unterstützung, Fahrdynamik und Gewichtsverteilung. Wir geben dir einen Überblick.

Platzierung des E-Bike-Antriebs

Der E-Bike-Motor kann entweder vorne, in der Mitte oder hinten am E-Bike platziert sein. Wir stellen dir die einzelnen Anbringungsarten vor.

Frontmotor – Vorteile und Nachteile

Der Frontmotor ist, wie der Name schon andeutet, an der Front des E-Bikes und damit am Vorderrad befestigt. Frontmotoren sind im Vergleich zu Mittel- oder Heckmotoren günstiger, werden jedoch weniger oft produziert. Das liegt auch daran, dass sie einige Nachteile haben:

  • Die Anbringung an der Front kann zu Instabilität des E-Bikes führen und gerade in Kurven und auf unebenem Gelände das Wegrutschen begünstigen.
  • Der Frontmotor kann aufgrund des Gewichts das Lenken erschweren.
  • Das Vorderrad lässt sich schwerer anheben, was den Reifenwechsel beeinträchtigt.
  • Ein Vorderrad-Motor hält hohen Belastungen nicht so gut stand wie zum Beispiel ein Mittelmotor.

Zu den Vorteilen zählen:

  • Der Motor zieht, wenn er eingeschaltet ist, das E-Bike nach vorne und du kannst schnell losfahren.
  • Ein Frontmotor ist besonders günstig.
  • Dank der Platzierung kann auch eine Rücktrittbremse leicht installiert werden.

Fazit: Ein E-Bike mit Frontmotor eignet sich nur dann für dich, wenn du eher kurze Strecken und kaum über unebenen Untergrund fährst. Auch musst du gut mit dem erschwerten Lenken klarkommen. Fährst du eher unsicher oder möchtest auch sportlich fahren, dann bietet der Frontmotor kaum Vorteile.

Heckmotor – Vorteile und Nachteile

Der Heckmotor ist am Hinterrad angebracht. Die Hinterrad-Motoren sind nicht ganz so beliebt wie Mittelmotoren, werden jedoch auch heute noch gerne genutzt. Besonders bei S-Pedelecs werden Heckmotoren öfter verbaut, da sie viel Leistung bringen.

E-Bike-Motoren am Heck bieten folgende Vorteile:

  • Besonders leise
  • Sehr schnell und kraftvoll
  • Einsatz von Energierückgewinnung möglich
  • Wartungsarm

E-Bike-Heckmotoren bringen auch einige Nachteile mit sich:

  • Durch die Platzierung am Heck kann sich das E-Bike instabiler fahren, da viel Gewicht auf dem Hinterrad lastet.
  • Der Ausbau des Hinterrads wird erschwert.
  • Ein Heckmotor kann nicht mit einer Rücktrittbremse kombiniert werden.

Fazit: Wenn du einen E-Bike-Motor mit besonders viel Leistung bevorzugst, der dennoch leise ist, dann ist ein Heckmotor eine interessante Option. Abstriche musst du jedoch bei der Stabilität machen.

Mittelmotor – Vorteile und Nachteile

Mittelmotoren sind der Gold-Standard unter den E-Bike-Motoren. Sie haben sich in den letzten Jahren als beliebteste und am meisten verbaute Antriebsart durchgesetzt. Nicht ohne Grund, denn aufgrund der mittigen Platzierung des Mittelmotors an der Kurbel kann sich die Kraft direkt auf die Tretlagerachse übertragen.

Zu den Vorteilen des E-Bike-Mittelmotors gehören:

  • Ausbalanciertes Fahrgefühl mit niedrigem Schwerpunkt, da das Gewicht des Motors mittig liegt.
  • Große Modellauswahl, da er bei allen E-Bike-Modellen, von City-E-Bike bis E-MTB, verbaut werden kann.
  • Besonders effizient, da die Kraft direkt auf die Kette übertragen wird.
  • Sehr robust und reagiert sehr schnell.
  • Kann mit verschiedenen Schaltungen kombiniert werden (Kette und Nabe) und damit auch mit verschiedenen Bremsarten.

Ein Mittelmotor kann jedoch auch Nachteile mit sich bringen:

  • Kette und Ritzel können schneller verschleißen als bei einem Heck- oder Frontmotor. Umso wichtiger ist es, dass du dein E-Bike mit Mittelmotor regelmäßig einem E-Bike-Check unterziehst. Tipps und eine Checkliste zur E-Bike-Inspektion findest du in unserem Magazin.
  • E-Bikes mit Mittelmotor können etwas teurer sein als E-Bikes mit Heck- oder Frontmotor.

Fazit: Wenn du eine große Auswahl an E-Bike-Modellen bevorzugst, auf höchsten Komfort Wert legst und in den Genuss eines klassischen Rad-Fahrgefühls kommen willst, dann ist ein E-Bike-Mittelmotor eine gute Wahl.

Tipp: Alle E-Bike-Motoren von Brose werden als Mittelmotoren angeboten, da sie hohe Leistung bringen, sehr stabil sind und leise laufen. Ergo: Sie bieten viele Kombinationsmöglichkeiten mit großer Modellvielfalt. Die einzelnen Mittelmotoren unterscheiden sich jedoch in der Leistungsstärke:

  • Brose Drive C – für die City
  • Brose Drive T – für die Langstrecke
  • Brose Drive TF – für mehr Tempo
  • Brose Drive S – für Gipfelstürmer

Mehr Informationen zu den Brose-E-Bike-Mittelmotoren bietet dir unsere Website.

Lass dich vom Brose-E-Bike-Mittelmotor überzeugen: Bei YouTube findest du einen Testbericht zum Brose Drive S Mag des Velomotion Magazins .

Leistung und Gewicht des E-Bike-Motors

Neben der Platzierung des E-Bike-Motors entscheidet auch das Gewicht und die Leistung darüber, ob der Antrieb deinen Wünschen entspricht.

Klassische E-Bike-Motoren: Mittleres Gewicht und Leistung

Ein Großteil der E-Bike-Motoren wiegt zwischen drei und vier Kilogramm und bietet eine Nennleistung von 50 bis 70 Nm. Mit diesen „klassischen“ E-Bike-Moren kannst du kurze wie auch lange Strecken fahren. Sie eignen sich besonders gut zum Pendeln , können jedoch auch in E-MTBs verbaut sein. Kurzum: Die klassischen E-Bike-Antriebe erfüllen die meisten Zwecke und bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis sowie Gewicht-Leistungs-Verhältnis.

Minimal Assist: Geringes Gewicht und Leistungseinbußen

Weniger ist mehr – in letzter Zeit werden auch E-Bike-Motoren angeboten, die besonders leicht und am Bike kaum als Motor erkennbar sind. Minimal-Assist-E-Bike-Motoren wiegen teilweise kaum mehr als zwei Kilogramm und werden häufig in E-MTBs verbaut. Sie sorgen dafür, dass das Bike leicht bleibt und der Motor dennoch Aufstiegshilfe bietet. Abstriche musst du bei Minimal-Assist-Motoren bei der Akkudauer, der Unterstützung und beim Preis machen, denn die kleinen Motoren sind relativ teuer. Sie eignen sich jedoch für E-MTB-Fahrer, die einen dezenten Motor und ein besonders wendiges Bike bevorzugen und damit zwischen E-MTB und klassischem Mountainbike liegen.

Power-Klassen: Schwer und kraftvoll

Mehr als 100 Newtonmeter und Drehmomente von 600 – das bieten E-Bike-Motoren der Power-Klasse. Bisher sind die besonders kraftvollen Antriebe noch selten und werden vor allem bei sportlichen E-MTBs eingesetzt. Der Nachteil der Power-Motoren: Sie sind teuer, verbrauchen viel Strom und sind sehr schwer. Für „normale“ E-Bike-Fahrer eignen sich die großen Motoren wenig, da sie auch mit einem klassischen E-Bike-Motor sehr gut fahren. E-MTB-Fahrern, die sehr steile Trails befahren, können E-Bike-Motoren der Power-Klasse jedoch Spaß machen.

Welcher E-Bike-Motor ist der Beste für dich?

Ob Heck- oder Mittelmotor, klassisch oder Minimal Assist; welcher E-Bike-Motor perfekt zu dir passt, ist eine Frage deiner Fahrweise, Ansprüche und Vorlieben.

Folgende Punkte und Fragen helfen dir dabei, herauszufinden, welcher E-Bike-Motor der Beste für dich ist:

  • Um welche Art von E-Bike handelt es sich?
    • Trekking-E-Bike : Der Motor muss einen hohen Wirkungsgrad haben, was den Akku schont, und er sollte auf flachem Untergrund sowie an Steigungen problemlos laufen. Der passende Brose-Motor für lange Distanzen: Brose Drive T.
    • City-E-Bike : Der E-Bike-Motor sollte vor allem leise sein. Bei einem City-E-Bike, das du für kürzere Strecken nutzt, reicht ein Drehmoment von 50 Nm aus. Der passende Brose-Motor für die City: Brose Drive C.
    • E-MTB : Bei einem E-MTB setzt du am besten auf Kraft und Wendigkeit. Der passende Brose-Motor für Gipfelstürmer: Brose Drive S.
    • E-Lastenrad: Der Motor muss besonders kraftvoll sein, damit du ein voll beladenes Lasten-E-Bike gut fahren kannst. Der passende Brose-Motor für besondere Leistung: Brose Drive S.
  • Was ist dir besonders wichtig?
    • Reichweite
    • Lautstärke
    • Gewicht
    • Wendigkeit
    • Stabilität des E-Bikes
    • Einfache Wartung
    • Art der Gangschaltung und Bremse
    • Preis
    • Je nach Priorität eignet sich ein Front-, Heck- oder Mittelmotor am besten. Hier gilt jedoch: Ein E-Bike-Mittelmotor bietet in der Regel das beste Verhältnis von Leistung, Stabilität und Preis.
  • Beachte die Kosten:
    • Setze dir ein Preis-Limit.
    • Informiere dich über die Kosten für die einzelnen Motoren.
  • Bleib auf dem Laufenden:
    • Vergleiche Testergebnisse.
    • Informiere dich über Neuerungen auf dem E-Bike-Motor-Markt. Tipp: Auf unserem Brose-E-Bike-Facebook-Profil findest du News aus der E-Bike-Welt.
  • Mach eine Probefahrt: Worauf du bei einer E-Bike-Probefahrt achten musst, verraten wir dir in unserem Magazin.

Finde jetzt deinen perfekten E-Bike-Motor

Ob Front oder Mitte – dein perfekter E-Bike-Motor muss vor allem gute Leistung bringen, stabil am E-Bike verbaut sein und problemlos laufen. Mach jetzt unseren E-Bike-Finder-Test und finde heraus welcher E-Bike-Antrieb und welches E-Bike zu dir passt.

In unserem Magazin geben wir dir noch mehr Tipps rund um dein E-Bike, die dir bei der Auswahl und im E-Bike-Alltag helfen: